Kommunale Energieversorgungskonzepte
Im Rahmen dieser Maßnahme werden für 13 Gemeinden kommunale Energieversorgungskonzepte erstellt, um eine fundierte Grundlage für die zukünftige Energieplanung zu schaffen.
Die KEM übernimmt dabei das gesamte Projekt-, Förder- und Vergabemanagement sowie die Koordination zwischen Gemeinden und externen Dienstleistern. Ziel ist die Erhebung und Verbesserung von Daten zum Energieverbrauch (Wärme, Strom und Verkehr), zu regionalen Energiepotenzialen (z. B. Wasserkraft, Photovoltaik, Biomasse) sowie die Aktualisierung der AGWR-Daten.
Auf Basis dieser Daten werden thematische Karten und Berichte erstellt, die die aktuelle Energieversorgung und bestehende Ausbaupotenziale in den Gemeinden aufzeigen. Darüber hinaus werden konkrete Energieprojekte identifiziert, priorisiert und als Entscheidungsgrundlage für die kommunale Entwicklung aufbereitet.
Die Maßnahme stärkt die Datenqualität, verbessert die strategische Energieplanung und unterstützt die Gemeinden auf ihrem Weg zu einer nachhaltigen und regional abgestimmten Energieversorgung.
Sanierungskonzepte für Gemeinden
Mit dieser Maßnahme werden die Gemeinden bei der strategischen Planung und Umsetzung von Gebäudesanierungen zur Erfüllung der Anforderungen der EU-Energieeffizienzrichtlinie (EED III) unterstützt.
Die KEM übernimmt dabei die Projektkonzeption, Förderabwicklung, Ausschreibung, Vergabe sowie die Begleitung der Gemeinden während des gesamten Prozesses. Für jede Gemeinde wird ein Portfolio der kommunalen Gebäude erstellt und hinsichtlich Sanierungsbedarf, Energieeinsparpotenzial und kommunaler Entwicklungsziele priorisiert.
Aufbauend darauf werden für zehn ausgewählte Gemeindegebäude konkrete Sanierungskonzepte ausgearbeitet. Diese enthalten unter anderem Kostenschätzungen, Amortisationsberechnungen und mögliche neue Nutzungskonzepte.
Die Gemeinden erhalten dadurch eine fundierte Entscheidungsgrundlage für zukünftige Investitionen und einen klaren Zielpfad zur schrittweisen Verbesserung der Energieeffizienz ihres Gebäudebestands. Die Maßnahme trägt dazu bei, Sanierungen strategisch zu planen, Ressourcen effizient einzusetzen und die kommunalen Klimaziele zu erreichen
Schaffung von Trinkwasserkraftanlagen
Mit dieser Maßnahme werden, die in vorangegangenen Potenzialstudien identifizierten Wasserkraftpotenziale in den Gemeinden Vomp und Terfens konkret erschlossen. Ziel ist die Errichtung eines Trinkwasserkraftwerks in Vomp sowie eines Überwasserkraftwerks in Terfens zur Steigerung der regionalen Eigenversorgung mit grundlastfähigem Strom.
Die KEM unterstützt die Gemeinden während des gesamten Umsetzungsprozesses – von der Variantenbewertung und Detailplanung über die Ausschreibung und Förderabwicklung bis hin zur Baubegleitung und Inbetriebnahme.
Zudem koordiniert die KEM die Zusammenarbeit mit Fachplanern und Dienstleistern sowie die Berichtslegung gegenüber den Gemeinderäten.
Durch die Umsetzung der beiden Anlagen werden bestehende erneuerbare Energiepotenziale genutzt und die Gemeinden auf ihrem Weg zu mehr Energieautonomie und Klimaschutz unterstützt. Die Maßnahme baut auf den Ergebnissen der ersten Umsetzungsphase auf und führt diese konsequent in die Realisierung konkreter Projekte über.
Wasserkraftwerk Mühlbach – Gemeinde Steinberg am Rofan
Die Maßnahme „Wasserkraftwerk Mühlbach – Gemeinde Steinberg am Rofan“ hat zum Ziel, ein Wasserkraftprojekt auf Basis der in Maßnahme 1 identifizierten Potenziale zur Umsetzungsreife zu führen.
Konkret soll durch die Erstellung von Einreichunterlagen sowie erforderlichen technischen und gewässerökologischen Gutachten die Grundlage für die wasserrechtliche Genehmigung geschaffen werden.
Die KEM übernimmt dabei das gesamte Projektmanagement inklusive Koordination der Fachplaner, Finanzierung über Förderprogramme sowie die Abstimmung mit der Gemeinde und relevanten Stakeholdern.
Ziel der Maßnahme ist die Erlangung eines positiven wasserrechtlichen Bescheids für das Kraftwerksprojekt im Gemeindegebiet Steinberg am Rofan.
Dafür werden ein Kraftwerkskonzept, eine gewässerökologische Vorprüfung sowie sämtliche Einreichunterlagen erarbeitet. Die Umsetzung und spätere Bauphase sind nicht Teil dieser Maßnahme. Durch das Projekt soll ein wesentlicher Beitrag zur lokalen erneuerbaren Energieproduktion geleistet und ein bedeutendes Wasserkraftpotenzial in der Region erschlossen werden
Verwaltung und Erweiterung EEGs
Die Maßnahme umfasst die Verwaltung und Weiterentwicklung bereits bestehender Erneuerbarer-Energie-Gemeinschaften (EEGs) sowie die Gründung neuer Energiegemeinschaften in der Region.
Die KEM übernimmt die organisatorische und strategische Betreuung der bestehenden EEGs, die Umsetzung einer regionalen Bürgerenergiegemeinschaft (BEG) zur optimierten Nutzung von Stromüberschüssen im Netzgebiet von sechs Netzbetreibern sowie die Einführung einer einheitlichen Abrechnungs- und Verwaltungssoftware.
Darüber hinaus werden zwei weitere EEGs in den Gemeinden Achenkirch und Steinberg am Rofan gegründet. Durch die Maßnahme sollen die Eigenversorgung mit erneuerbarer Energie erhöht, regionale Wertschöpfung gestärkt und die wirtschaftliche Nutzung bislang ungenutzter Stromüberschüsse verbessert werden.
Schulveranstaltungen
Die Maßnahme umfasst die Konzeption, Organisation und Durchführung von Schulveranstaltungen zu den Themen Energie, Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung für Kinder und Jugendliche in der Region.
Aufbauend auf einem bereits erfolgreich erprobten Workshopformat für Volksschulen wird das bestehende Angebot regional ausgeweitet und um ein neues Format für Jugendliche im Alter von 13 bis 14 Jahren ergänzt.
Durch interaktive Vorträge, Experimente und praxisnahe Beispiele werden Zusammenhänge zwischen Energieerzeugung, Energieverbrauch und Klimaschutz altersgerecht vermittelt.
Zusätzlich organisiert der Modellregionsmanager drei Exkursionen zu regionalen Betrieben, die innovative Lösungen im Umwelt- und Energiebereich umsetzen, um Jugendlichen Einblicke in klimarelevante Zukunftsberufe und regionale Wertschöpfungsketten zu ermöglichen
Fernwärme Stadt Schwaz - Datengrundlagen
Die Maßnahme unterstützt die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Fernwärmeversorgung in der Stadt Schwaz durch die Verbesserung und Verdichtung bestehender Datengrundlagen aus dem kommunalen Energieversorgungskonzept.
Gemeinsam mit den Stadtwerken Schwaz werden geeignete Stadtgebiete ausgewählt und rund 5.000 Haushalte zu ihrem aktuellen Heizsystem, ihrem Energiebedarf sowie ihrer potenziellen Bereitschaft zum Anschluss an ein zukünftiges Fernwärmenetz befragt.
Ergänzend wird eine Kommunikationsstrategie entwickelt, um die Bevölkerung frühzeitig über Ziele, Nutzen und Entwicklungsmöglichkeiten des Projekts zu informieren und die Akzeptanz für die geplante Fernwärmeversorgung zu stärken.
Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für die weitere Detailplanung eines modular aufgebauten Fernwärmesystems unter Einbindung regional verfügbarer erneuerbarer Energiequellen und Abwärmepotentiale.


